Arbeit aufwerten

Digitalisierung, Globalisierung, demografischer Wandel und neue Geschlechterrollen mischen die Karten bei den Einkommen neu – in wachsenden Bereichen (soziale Dienstleistungen, Plattformarbeit etc.) greifen die bewährten Instrumente der Lohnfindung nur bedingt. Zwar gibt es auf der einen Seite eine Tendenz zu Abwertung von Arbeit z.B. durch den Einsatz von digitalen Assistenzsystemen im Bereich der Werkführung in Montage und Logistik. Auf der anderen Seite – hier handelt es sich vermutlich um die Mehrheit der Tätigkeiten – findet eine Aufwertung statt. Denn: Viele Tätigkeiten werden komplexer, anspruchsvoller, erfordern mehr Koordinierung, Kommunikation, Prozesssteuerung und IT-Kompetenz. Erforderlich ist teilweise mehr Wissen, oftmals geht es aber um soziale und kognitive Fähigkeiten: die Fähigkeit zur vernetzten Kooperation in modernen und komplexen IT-Umgebungen. Auch „Skills“ wie der Umgang mit dem Ungewissen und psycho-soziale Kompetenzen in interaktiver Arbeit sind zunehmend gefordert. Diese Fähigkeiten bzw. konkret ausgeübten Tätigkeiten liegen häufig nicht nur quer zu den üblichen Organigrammen, sondern auch zu den Eingruppierungsstrukturen und Ausbildungsabschüssen.

WSI Study : Analyse von drei Maßnahmen-Paketen des Bundes

Regina Frey geht der Frage nach, welche Wirkungen auf die Gleichstellung durch drei Maßnahmen-Pakete der Bundesregierung zur Überwindung der Coronakrise zu erwarten sind. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hilfsmaßnahmen vorhandene Geschlechterdisparitäten unbeabsichtigt verstärken. In Zukunft sei eine bessere Abschätzung von Wirkungen auf die Gleichstellung wünschenswert.

WSI

Working Paper Forschungsförderung : Digitale Technologien in der Live-In-Pflege

Die Überschreitung der Höchstarbeitszeit durch quasi permanente Bereitschaftszeit stellt ein zentrales Problem der 24-Stunden-Pflege dar, bei der migrantische Live-Ins in Pflegehaushalten arbeiten und wohnen. Simone Habel und Magdalene Hengst bewerten den Nutzen von Technologien, die bereits in der stationären und ambulanten Pflege eingesetzt werden, für die Reduktion von Arbeitszeit in der 24-Stunden-Pflege.

Zwei Hände halten eine Krankenschwester, einen Menschen im Rollstuhl und ein Kind mit Luftballon

Study : People Analytics muss den Menschen zugutekommen

In seinem Gutachten entwickelt Michele Loi von der Universität Zürich Empfehlungen dafür, wie Systeme zum automatisierten Personalmanagement ethisch angemessen eingesetzt werden können. Entscheidend sind guter Datenschutz, fachliche Kompetenz, transparente Verfahren und eine sorgfältige Überprüfung der Auswirkungen automatisierter Entscheidungen.

Externes PDF

Studie : DIGITAL GENDER GAP

Der D21-Digital-Index ist das umfassende, jährliche Lagebild zur digitalen Gesellschaft in Deutschland. Die Sonderauswertung des Index 2018 / 2019 schaut genauer auf bestehende Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Frauen und Männern.

Externe Website

Working Paper : Gender und Digitalisierung

Begleitend zum Diskussionspapier "Genderaspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt" hat die Hans-Böckler-Stiftung eine Literaturstudie von Deborah Oliveira über die geschlechterspezischen Aspekte der Digitalisierungsdebatte veröffentlicht.

Externes PDF

Der Beitrag wurde zu Ihrerm Merkzettel hinzugefügt.

Merkzettel öffnen