Arbeit aufwerten

Digitalisierung, Globalisierung, demografischer Wandel und neue Geschlechterrollen mischen die Karten bei den Einkommen neu – in wachsenden Bereichen (soziale Dienstleistungen, Plattformarbeit etc.) greifen die bewährten Instrumente der Lohnfindung nur bedingt. Zwar gibt es auf der einen Seite eine Tendenz zu Abwertung von Arbeit z.B. durch den Einsatz von digitalen Assistenzsystemen im Bereich der Werkführung in Montage und Logistik. Auf der anderen Seite – hier handelt es sich vermutlich um die Mehrheit der Tätigkeiten – findet eine Aufwertung statt. Denn: Viele Tätigkeiten werden komplexer, anspruchsvoller, erfordern mehr Koordinierung, Kommunikation, Prozesssteuerung und IT-Kompetenz. Erforderlich ist teilweise mehr Wissen, oftmals geht es aber um soziale und kognitive Fähigkeiten: die Fähigkeit zur vernetzten Kooperation in modernen und komplexen IT-Umgebungen. Auch „Skills“ wie der Umgang mit dem Ungewissen und psycho-soziale Kompetenzen in interaktiver Arbeit sind zunehmend gefordert. Diese Fähigkeiten bzw. konkret ausgeübten Tätigkeiten liegen häufig nicht nur quer zu den üblichen Organigrammen, sondern auch zu den Eingruppierungsstrukturen und Ausbildungsabschüssen.

Working Paper : Gender und Digitalisierung

Begleitend zum Diskussionspapier "Genderaspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt" hat die Hans-Böckler-Stiftung eine Literaturstudie von Deborah Oliveira über die geschlechterspezischen Aspekte der Digitalisierungsdebatte veröffentlicht.

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