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: Werte

Es ist nicht nur der technische Fortschritt, der das Potenzial hat, die Arbeitswelt zu verändern – es sind auch die kollektiven Einstellungsmuster einer Gesellschaft, die Wandel vorantreiben. Die Prioritäten, die Erwartungen an gute Arbeit, an Entwicklungsmöglichkeiten, an Arbeitsorganisation und Arbeitskultur, aber auch an Familie und Privatleben – sie alle befinden sich im Wandel.

"Generation Y": Weniger Hierarchien, mehr Kooperation

In einer Arbeitsgesellschaft, in der immer mehr Menschen höhere Bildungsabschlüsse erlangen und aus der autoritäre Erziehung zunehmend verschwindet, finden starre Hierarchien kaum noch Akzeptanz. In dem Maße, wie sich Geschlechterrollen wandeln, werden alte Arbeitszeitregime in Frage gestellt. Die Gesellschaft individualisiert sich. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach Kooperation und Gemeinschaft. Wettbewerbsorientierung und Statussymbole verlieren an Bedeutung – Arbeitszeitsouveränität wird wichtiger als der Dienstwagen.

Neue Erwartungen an Flexibilität und Sicherheit

Freiheitswerte stehen weiterhin hoch im Kurs, gleichzeitig wächst in unserer Gesellschaft, die sich im permanenten Umbruch befindet, wieder der Wunsch nach Sicherheit.

Aber auch unter Sicherheit wird nicht zwangsläufig das Gleiche wie vor 20 oder 30 Jahren verstanden. Zum Beispiel ist die Anstellung auf Lebenszeit nicht mehr Sinnbild und Garant für Sicherheit. Auch wenn man nicht von einer homogenen „Generation Y“ sprechen kann: Die heute 20-Jährigen wissen, dass ein Leben voller Umbrüche, Übergänge und permanenter Neuorientierung vor ihnen liegt.

Die Generation, die nach dem Sinn fragt

Im Zuge des demografischen Wandels wird die – nicht durch Maschinen ersetzbare – menschliche Arbeit zum knappen Gut; auch dessen ist sich die junge Generation bewusst. Und sie nimmt nichts als einfach „gegeben“ hin: Die „Frage nach dem Sinn wird zum Merkmal dieser Generation“ (Klaus Hurrelmann).

Die "Digital Natives" wollen mitgestalten

Die "Digital Natives" trennen nicht mehr zwischen online und offline, auch sehen sie Arbeit und Privatleben oft nicht mehr als getrennte Sphären. Die junge Generation ist geprägt durch die Mitmachkultur des Web 2.0; ihre Ansprüche an Partizipation und Mitgestaltung sind andere als die der Generationen davor. Sie will mitbestimmen – über Arbeitsorganisation, die Arbeitsinhalte, aber auch über das "Produkt der Arbeit" selbst.

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